Abitur nachholen
auf dem 2. Bildungsweg
Eine ganze Reihe von Schülern beendet mit der mittleren Reife oder einem Hauptschulabschluss vorläufig die schulische Laufbahn. Wer sich im Beruf etabliert hat und seine Karrierechancen ausbauen will, entscheidet sich dazu, das Abitur nachzuholen.
Welcher Weg offensteht, entscheidet das Schulrecht des Bundeslands, und die sechzehn Länder regeln es unterschiedlich: Mecklenburg-Vorpommern kennt kein Kolleg, Bayern lässt die Externenprüfung ausdrücklich nicht am Abendgymnasium zu, Brandenburg verpflichtet Abendschüler zur Berufstätigkeit.
Welche Wege zum Abitur nachholen gibt es?
Fünf schulische Wege plus die Externenprüfung ohne Schulbesuch.
Sechs Wege zum Abitur, nicht alle in jedem Bundesland
Sechs Wege führen zur allgemeinen Hochschulreife. Welche davon in Ihrem Bundesland offenstehen, entscheidet dessen Schulrecht, und die Unterschiede sind größer als gedacht: drei Länder führen eine der Schulformen gar nicht.
Zulassung, Kosten und Dauer unterscheiden sich je Bundesland
Das Mindestalter liegt je nach Land bei 18 oder 19 Jahren, die Gebühr für die Externenprüfung zwischen null und 400 Euro, und der Meldeschluss liegt elf Monate auseinander. Jede Angabe hier steht mit Paragraf und Fundstelle.
Das Abitur öffnet Studium, Verbeamtung und den gehobenen Dienst
Die allgemeine Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg ist derselbe Abschluss wie der am Tagesgymnasium. Im Zeugnis steht kein Zusatz, der den Weg dorthin kenntlich macht.
Mit dem Abitur öffnen sich Türen zu höheren Positionen und besseren Verdienstmöglichkeiten.
Das Abitur ist die Voraussetzung für ein Studium an Universitäten und Fachhochschulen.
Beweisen Sie sich selbst, dass Sie mehr erreichen können, und gewinnen Sie an Selbstvertrauen.
Absolventen des zweiten Bildungswegs gelten als besonders motiviert und reif.
ILS, SGD und die Fernakademie prüfen in Hamburg oder in Hessen
Eine Fernschule vergibt kein Zeugnis. Wer so lernt, meldet sich am Ende zur staatlichen Externenprüfung, und zwar in dem Bundesland, in das der Anbieter führt. Das entscheidet über die Prüfungsgebühr, die je Land zwischen 0 und 400 Euro liegt.


